Eine meiner ersten Kugelschreiberzeichnungen.
Vor gut 20 Jahren las ich in einem Buch welches sich mit
Zeichnungen und deren Verwirklichungsmitteln befasste
dass, der Autor meinte: der Kugelschreiber würde nie
den Rang des Bleistifts, der Feder oder der Kohle
ereichen. Zu undifferenziert und wenig nuancenreich
wäre sein Strich.
Ich fand andere Vorteile. Erstens sind Kugelschreiber
fast immer verfügbar, zweitens man braucht sie nicht
anzuspitzen und drittens kann man durch den Druck auf
die Mine durchaus auch den Tonwert und die Strichstärke
verändern.
Seine Zeichnung ist härter und präziser als der Bleistift.
Schnell kann man mit ihm skizzieren und von einem Punkt
aus in jede beliebige Richtung losrasen ohne sich Gedanken
zu machen, wird die Mine jetzt breit und stumpf oder wird
sie kantig oder bricht sie gleich ?
Ich finde mit ihm kann man geradezu seismografisch arbeiten.
Schnell und direkt innerste Empfindungen aufs Papier
übertragen.
Betrügen oder Täuschen kann man auch nicht mit ihm.
Er dokumentiert alles.
Er lässt sich nämlich nicht wegradieren
